Statistik
Vorab einige Statistiken, die zeigen, dass die beschriebenen Beschwerden ständig ansteigen.
Obwohl die Menschen weniger körperlich arbeiten müssen, erhöht sich jährlich die Anzahl der Verschleißerkrankungen.
Interessant ist, dass Frauen viel größere Beschwerden haben als Männer. Auch wenn Frauen älter werden als Männer, kann dies die so unterschiedliche Fallanzahl zwischen den Geschlechtern nicht erklären. Deshalb muss es eine Erklärung geben, die bisher völlig unbeachtet ist.Seit etwa 25 Jahren kann man diese außergewöhnliche
Veränderung in den Statistiken feststellen. Vor 1980 waren in allen Bereichen die Männer mehr belastet. Als Beispiel für die rasante Entwicklung soll umseitig die Grafik der Kniebeschwerden bei Frauen im Alter von 55 – 65 Jahren im Zeitraum von 5 Jahren ab 1994 dienen.
Alarmierende Entwicklung
Während sich die Häufigkeit der Kniebeschwerden um 70% erhöht hat, ist die Anzahl der Frauen im betrachteten Alter nur um 10% gestiegen.
Welcher Einfluss kann diesen Zuwachs erklären?
Um soviel Wirkung zu zeigen, müssen fast alle Menschen diesem Einfluss über lange Zeit ausgesetzt sein. Der einzige Bereich, dessen Eigenschaften sich ab den 80iger Jahren kontinuierlich verändert hat, sind unsere Schuhe. Sie sind, seit der Entwicklung der Luftpolsterschuhe, aus werbetechnischen Gründen immer weicher geworden.
Dies hat nun, nach etwa 25 Jahren Einwirkzeit, zu den statistisch nachgewiesenen Folgen geführt. Leider wird sich die Entwicklung in den nächsten Jahren noch verschlimmern und unsere Kinder werden die Leidtragenden sein.
Die meistverkauften Schuhe sind heute mit weichen Sohlen ausgestattet und angeblich gelenksschonend. Die Absätze sind im Durchschnitt relativ niedrig. Luftpolsterschuhe und PUR-Sohlen haben einen hohen Marktanteil erreicht. Im Haus werden Sandalen mit Tieffußbett getragen.
Diese Tatsachen haben einen unheilvollen Einfluß auf die Beschwerdenentwicklung im Muskel-Skelett-Bereich.
Deshalb sind allgemeine Verhaltensregeln im Bezug auf die Auswahl von Schuhen nötig.
“Gute Schuhe” – “schlechte Schuhe”
Alle, auf dieser Website beschriebenen Beschwerden, haben sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren kontinuierlich in der Bevölkerung ausgeweitet.
Obwohl es für die beschriebenen Beschwerden bei jedem Betroffenen individuelle Gründe gibt, kann man einige allgemein gültige Tipps und Ratschläge zur Begrenzung oder sogar Vermeidung von Schmerzen geben.
Da alle Beschwerden durch die Eigenschaften von Schuhen erzeugt oder verstärkt werden, entscheidet man sich mit der Schuhsorte auch für die entsprechenden Schmerzen.
Allgemein gilt:
• Je fester die Sohle, umso geringer die Beschwerden.
• Die Sohle und der Absatz sollten in der Querrichtung gerade sein.
• Der Großzeh darf beim Gehen die Vorderkappe nicht berühren.
• Wenn die Füße schmerzen, können auch Schmerzen im Körper entstehen.
Die beiden letzten Bedingungen sollte man selbst bemerken.
Die Qualität der Schuhe ist für den normalen Schuhkäufer schwer zu erkennen, zumal die Werbung gerade mit den gefährlichen Eigenschaften (Dämpfung, weicher Auftritt) wirbt.
Schuhe mit hohem Gefährdungspotential sind:
1. Luftpolsterschuhe
2. Schuhe mit weichen PUR-Sohlen
3. Sportschuhe mit starken Dämpfungselementen.
4. Sportschuhe für „Überpronierer“
5. Sandalen mit Tieffußbett (ringsum hochgezogene Seiten)
Bei dieser Aufzählung bemerkt man, dass dies die meistverkauften Schuhsorten sind.
Deshalb ist auch die Hälfte der Bevölkerung mit den beschriebenen Schmerzen belastet.
Gerade die Kinder und Jugendlichen, die schon aus sozialem Zwang immer „Markensportschuhe“ tragen müssen, werden von vielen Beschwerden geplagt und beeinträchtigen ihre Gesundheit schon während des Wachstums.
Am nebenstehenden Schuh kann man die Wirkung unseres natürlichen Gangs deutlich erkennen. Obwohl dieser Schuh relativ feste Sohlen hat, ist ein negativer externer Eversionswinkel entstanden. Diese Abweichung vom geraden Auftritt erzeugt alle vorgenannten Beschwerden im Körper. Nur die Größe des Winkels entscheidet, wie stark und vielfältig die Beschwerden ausfallen.
Aber auch vom Arzt verordnete orthopädische Hilfsmittel wie Einlagen können Fehlbelastungen induzieren.
Die alltägliche Gestalt von orthopädischen Einlagen (siehe Foto) veranlasst unsere Füße nach außen über den vierten Zeh abzurollen. So wird die , von weichen Schuhen erzeugte, Fehlbelastung noch verstärkt und die Beschwerden im Knie-, Hüft-, und Rückenbereich weiter angeheizt.
Viele Menschen spüren dies instinktiv und “vergessen” die Einlagen anzuziehen. So retten sich gerade Kinder vor zu großen Schädigungen ihres Körpers.
Doch sind orthopädische Einlagen nicht “per se” schlecht.
Wenn die gesamten biomechanischen Wirkungen einer Einlage sorgfältig bedacht sind, kann sie schmerzvermeidend und gelenkschonend wirken.
Der Träger bemerkt dann nur, dass es ihm gut geht.
Wir versuchen, mit aller Sorgfalt und einer ausgedehnten Anamnese, die persönlichen Gefahren zu entdecken.
Durch Aufklärung und verschiedene Hilfen, auch Einlagen, können unsere Kunden ein besseres und schmerzfreieres Leben führen.









